LBB Landesfrauenbeauftragte Bettina Petschner bei der Hauptversammlung der dbb bundesfrauenvertretung in Bremen

Wildfeuer: „Gewerkschaftspolitik lebt vom Austausch und die frauenpolitische Arbeit hat daran einen großen Anteil.“

In Bremen fand vom 25. bis zum 27. September die Hauptversammlung der dbb bundesfrauenvertretung statt. Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung: „Die frauenpolitische Gewerkschaftsarbeit lebt vom Austausch ihrer engagierten Mitglieder. Um zu beleuchten, wie in den verschiedenen Mitgliedsverbänden und Landesbünden des dbb beamtenbund und tarifunion Frauen und Frauenvertretungen eingebunden sind, haben wir in Form eines Worldcafés über Rolle und Selbstverständnis von Frauenvertretungen intensiv und konstruktiv diskutiert.“

Die rund 60 Mitglieder und Gäste der Hauptversammlung haben an sechs Tischen auch über die Arbeitsschwerpunkte, Außenwirkung und Organisation diskutiert. Helene Wildfeuer: „In der Diskussion ist sehr deutlich geworden, wie wichtig es ist, dass die frauenpolitische Arbeit in den Satzungen der Mitgliedsverbände und Landesbünde fest verankert ist. Nur mit einer institutionalisierten Frauenvertretung, die mit personellen und finanziellen Mitteln unterstützt wird, gelingt es, frauenpolitische Themen auch in den Mitgliedsgewerkschaften in den Fokus zu rücken.“ Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung der Hauptversammlung machte der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt deutlich, dass die Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der Versorgung nach wie vor Chefsache sei und vom dbb konsequent weiter verfolgt werde. „Frauen haben wegen der Kinder- und Familienzeiten niedrigere Alterseinkünfte als Männer. Sie werden für das Erziehen bestraft“, hat auch der stellvertretende Landesbundsvorsitzende des dbb bremen, Kurt Scherff, in seinem Grußwort festgestellt.